Mittwoch, 28. Dezember 2016

Death Note - Life Action Series 2015 (Serien-Rezension)


Titel:
Death Note - Life Action Series 2015 [ABGESCHLOSSEN]
Darsteller:
Kento Yamazaki, Masataka Kubota, Mio Yuki, Hinako Sano ua.
Erscheinungsjahr:
2015
Land:
Japan
Anzahl der Folgen:
11
Dauer pro Folge:
ca. 40 Minuten
Genre:
Mystery, Gesellschafts-Drama, Thriller

WISSENSWERTES:
Death Note ist ursprünglich eine Manga-Serie, die von Tsugumi Ōba erdacht und vom japanischen Zeichner Takeshi Obata visualisiert wurde. Dem großen Erfolg von Death Note zu verdanken, folgte sobald auch eine Anime-Serie und mehrere Filme. 2015 erschien schließlich auch diese Real Life-Serie dazu. Da die USA sich auch gerne den Erfolgen aus asiatischen Ländern bedienen, wird 2017 zudem ein US-Remake in die Kinos kommen.

INHALT:
Light Yagami ist ein äußerst fleißiger und ehrgeiziger Schüler, beliebt bei den Mädchen, aber eher unscheinbar. Auffallend ist jedoch sein sehr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Als ihm schließlich ein Death Note (dt. Notizbuch des Todes) in die Hände fällt, ändert sich sein Leben nachhaltig. Jede Person, dessen Name in das Notizbuch geschrieben wird stirbt. In der Regel an Herzversagen, sofern keine anderen Umstände in dem Buch bestimmt werden. Der Todesgott Ryuk begleitet Light fortan und beobachtet wie er sich selbst und seine Umwelt mittels der neu gewonnen Macht verändert. Light hat es sich zur Aufgabe gemacht die Welt von allen schlechten Menschen zu befreien und beginnt seine Mission bei Straftätern, die gemordet oder vergewaltigt haben. Nur bleiben auch seine Taten nicht ungesehen. Bald schon heftet sich L, der beste Detektiv der Welt an seine Fersen. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SERIE & ORIGINAL:
Alle, die den Manga oder Anime kennen, werden hier sicher anfangs etwas irritiert sein. Sowohl die Handlung, als auch die Charaktere wurden nahezu komplett geändert. Man muss sich demnach darauf einlassen können, dass man hier eine andere Geschichte erzählt bekommt.
Light ist hier beispielsweise ein eher unsicherer, junger Mann mit wenig Selbstbewusstsein. Im Original kann man das nicht gerade sagen. Da neigt Light eher zu Selbstüberschätzung. Später entwickelt sich aber auch dieser Light anders und wird dem aus dem Original etwas ähnlicher. Ein weiterer Punkt ist seine Beziehung zu Misa Amane. Während er sie im Original nur als seine Freundin duldet, weil sie ihm durch ihre Fähigkeiten nützlich ist, hegt er hier echte Gefühle für sie.
Auch alle weiteren Charaktere wurden verändert. Somit wirkt L hier etwas offener und nicht komplett sozial inkompetent, Near wurde zu einer weiblichen Rolle und Mello lebt offensichtlich nicht mehr. Zumindest nicht ganz so wie man es erwartet...

MEINUNG:
Man muss sich defintiv darauf einlassen können, dass die Serie sich nur vage an das Original hält. Wer das nicht mag, wird hier mehr fluchen, als eine Freude daran haben. Auch ich hatte anfangs meine Probleme mich mit der Interpretation anzufreunden. Doch nach 3,4 Folgen hatte mich die Serie gepackt und es störte mich auch nicht mehr, dass hier alles anders war. Im Gegenteil, so hatte ich für mich eine neue Story gefunden, dessen Verlauf und Ausgang ich noch nicht kannte.
Wer Death Note noch gar nicht kennt, kann hier somit getrost rein schauen. Fans des Originals sollten für sich selbst entscheiden.

Falls euch japanische Serien oder Filme noch gar nicht geläufig sind, lasst euch zu Beginn nicht von dem etwas überdramatischen Schauspiel ablenken. Daran muss man sich vielleicht ein wenig gewöhnen. Gerade der Darsteller von Light übertreibt da gerne mal ein wenig. Dies sollte der Handlung jedoch keinen Abbruch geben. Wer einen guten Mix aus Drama, Thriller und einem Hauch Fantasy und Mystery sucht, sollte sich diese Serie (oder auch eine der Originale) dringend zu Gemüte ziehen. Ich liebe das Original und auch diese Serie. Ein spannendes und manchmal auch verwirrendes Katz-und-Maus-Spiel, das es in dieser Art sicher so schnell nicht noch ein zweites Mal gibt.

FAZIT:
Nach anfänglichen Start-Schwierigkeiten eine tolle Neu-Interpretation der Death-Note-Serie. Schön ist hier auch, dass die Serie nach nur 11 Folgen abgeschlossen ist und nicht durch Endlos-Folgen in die Länge gezogen wird. So lässt sich Death Note auch gut mal an einem Wochenende komplett schauen. Vier Sterne von mir, da ich das Original doch noch ein klein wenig besser finde.

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