Mittwoch, 15. Juni 2016

Soman Chainani "The School for Good and Evil (1) - Es kann nur eine geben" (Rezension)

Titel: The School for Good and Evil (1) - Es kann nur eine geben
Autor: Soman Chainini
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger
Preis (Gebundenes Buch): 16,99€
Preis (Ebook): 12,99€

 

 

 

KLAPPENTEXT: 
Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen. Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe.


MEINE MEINUNG: 
Ach, Mensch. Es hätte so toll werden können. Als ich das erste Mal den Klappentext zu diesem Buch las, war ich gleich Feuer und Flamme. Nachdem ich jedoch einige Rezensionen gelesen habe, in denen bemängelt wurde, das die Geschichte zu klischeebehaftet sei, wurde meine Euphorie etwas gebremst. Dennoch hatte ich mich auf ein zauberhaftes Märchen gefreut, dass vielleicht die eine oder andere Überraschung bietet. Schließlich liebe ich Märchen und ein wenig Klischee gehört da meiner Meinung sogar irgendwie dazu. Also wollte ich mir doch meine eigene Meinung über die School for Good and Evil bilden.
Anfangs kam ich auch noch ganz gut in die Geschichte rein, auch wenn man hier sogar noch tiefer in die Märchen-Klischee-Kiste gegriffen hat, als gedacht. Der Autor scheint es sich sogar zum Ziel gemacht zu haben alles noch zunehmend zu überspitzen. So sind beispielsweise alle Schüler auf der Schule der Bösen hässlich, schwarz gekleidet, lieben die Einsamkeit und haben ein Faible für das Groteske. Auf der Schule der Guten hingegen sind alle überaus schön, top-gestylt in rosa Outfits und wirken durch ihr gekünsteltes Auftreten stets irgendwie arrogant. Die Guten besitzen eine eigene Beauty-Lounge, in der sie jederzeit aufgebretzelt werden können, während die Bösen in einer stillen Kammer irgendwo regelmäßig gefoltert werden. Bis zu einem gewissen Grad konnte ich mich auf diese Überspitzungen einlassen, doch irgendwann wurde mir das doch alles zu viel, da alles immer absurder wurde. Zudem kam die Story auch nicht wirklich in Gang. Zu Beginn fand ich es noch interessant zu lesen wie die eher morbide Agatha auf der Schule der Guten landet und ihre beste Freundin Sophie bei den Bösen unterkommt. Danach dreht sich über die Hälfte des Romans eigentlich nur noch darum, dass sich beide sicher sind, dass sie vertauscht und auf die falschen Schulen geschickt worden sind. Die Wendungen fand ich dann auch nicht sonderlich überraschend, auch wenn das Ende das Buch doch noch ein wenig davor gerettet hat komplett bei mir durchzufallen.


PRO&CONTRA:
+ schönes Layout, das nicht nur durch das Cover und die Karte der beiden Schulen auffällt. Auch die Geschichte wird visuell durch Schilder, Stundenpläne etc. aufgelockert
+ tolle Grundidee
- platte Charaktere
- größtenteils mangelhafte Umsetzung
- die Story kommt erst zum Ende in Fahrt

DRAMATURGIE:
(Die Dramaturgie wird nur bedingt in die endgültige Wertung aufgenommen. Sie soll euch Lesern nur als Hilfe dienen damit ihr wisst, was ihr (nicht) zu erwarten habt. Fehlende Romance oder Action muss also nichts Schlechtes sein ;) )
Spannung: 2/5 Schattenfedern
Action: 2/5 Schattenfedern
Drama: 2/5 Schattenfedern
Romance: 2/5 Schattenfedern
Humor: 3/5 Schattenfedern
Anspruch: 1/5 Schattenfedern

WERTUNG:
Cover/Gestaltung: 5/5 Schattenfedern
Charaktere:  1,5/5 Schattenfedern
Schreibstil: 2/5 Schattenfedern
Handlung:  1/5 Schattenfedern
Lesespaß: 2/5 Schattenfedern

FAZIT: 
Zu überspitzte Märchen-Klischees, die man zum Ende fast mit Gewalt versucht doch noch zu durchbrechen. Ich glaube dennoch, dass der Autor in den nachfolgenden Bänden noch eine bessere Richtung einschlagen könnte. Der Auftakt jedoch war mir oft zu überzogen und wirr, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, dass gar kein roter Faden vorhanden sei. Den nächsten Teil werde ich nur anlesen, wenn ich die Möglichkeit habe es mir auszuleihen.



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