Dienstag, 17. November 2015

Richelle Mead "Bloodlines (6) - Der rubinrote Zirkel" (Rezension)

Titel: Bloodlines (6) - Der rubinrote Zirkel
Original-Titel: Bloodlines (6) - Ruby Circle
Autorin: Richelle Mead
Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
Preis (Buch): 12,99 €
Preis (ebook): 11,99 €



 

VORSICHT SPOILER: Dieser Beitrag setzt vorraus, dass ihr bereits die vorherigen Teile kennt. Ansonsten rate ich euch diese Rezension lieber nicht zu lesen, um euch den Lesespaß nicht zu verderben.

INHALT: 
Nachdem die verbotene Liebe von Sydney und Adrian an die Öffentlichkeit gedrungen ist, werden sie sowohl von Alchemisten, als auch Moroi und Dhampiren für ihre Beziehung verpönt. Während Sydney und Adrian sich fragen wie ihre mögliche Zukunft aussehen könnte, müssen sie zudem alle Hebel in Bewegung setzen, um die entführte Jill zu finden und in Sicherheit zu bringen.


MEINUNG:
"Der Rubinrote Zirkel" beginnt da, wo "Silberschatten" aufgehört hat. Sydney und Adrian befinden sich am Hof der Moroi unter dem Schutz der Königin Lissa Dragomir. Die Auflagen stellen das Paar allerdings nur solange unter Schutz, solange sie den Hof nicht verlassen. Soweit so gut. Nur wer glaubt, dass die beiden sich an diese Abmachung halten, wird bald eines besseren belehrt. Zuerst verschwindet Sydney unerkannt und wenig später folgt ihr Adrian, um ihr auf der Suche nach Jill zu helfen. Nur wo genau ist Jill? Und wer hat sie entführt? Als wäre die Suche nach Jill nicht bereits nervenaufreibend genug, muss auch Adrian sich wieder mit seinen psychischen Problemen herum plagen. Wie viel Geist-Nutzung ist noch gesund, ehe man den Verstand verliert?

Teilweise hatte das Buch sehr spannende und dynamische Passagen. Allerdings war der Weg dahin oftmals etwas langatmig gestaltet. Deshalb brauchte ich doch eine Weile um das doch recht kurze Buch zu Ende zu bringen. Es liegt nicht einmal daran, dass in diesem Buch wenig passiert. Nur konnte mich das Geschehen nur selten fesseln. Dabei bin ich bei Richelle Meads' Romanen eigentlich anderes gewöhnt. Normalerweise habe ich bisher bei fast jedem ihrer Bücher, die in der Welt der Moroi und Dhampire spielt von Anfang bis Ende mitgefiebert. Ich würde beinahe sagen, dass es hier daran lag, dass das Geschehen zu vorhersehbar war, aber dies war auch bei den vorherigen Teilen der Fall gewesen und dennoch hatten sie mich in ihren Bann gezogen. Woran es letztendlich lag, dass mich der Abschluss recht kalt gelassen hat, kann ich schlecht sagen. Vielleicht hätte ich mir nochmals etwas mehr Dramatik in Adrians' und Sydneys' Beziehung gewünscht. Sydney ist gerade erst aus der Umerziehung der Alchemisten zurück. Wie man im letzten Teil schon erfuhr, hatte sie danach oft Albträume. Von diesen Ängsten ist hier allerdings nur noch selten die Rede. Damit hätte noch ein wenig gespielt werden können. Einige der Folterungen, die Sydney über sich ergehen hatte lassen müssen, hätten auch im Nachhinein noch Wirkung zeigen können und die Beziehung somit erneut auf eine harte Probe stellen können. Stattdessen wurde einiges leider zu einfach gelöst. Des Weiteren gefiel mir zwar das Ende, aber gleichzeitig lässt es noch viele Fragen offen. Da fragt man sich beinahe, ob Richelle Mead nicht vielleicht doch eine weitere Reihe plant, die in der Welt von Rose, Sydney und co. spielt. Vorstellbar wäre es.

FAZIT: 
Leider nicht so überzeugend wie die Vorgänger. Fans der Reihe dürfen diesen Teil jedoch keinesfalls missen.


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