Dienstag, 6. Oktober 2015

Stephan Klemann "Schatten auf dem Regenbogen" (Rezension)

Titel: Schatten auf dem Regenbogen
Autor: Stephan Klemann
Taschenbuch: 236 Seiten
Verlag: Homo Littera
Preis (Buch): 12,90 €
Preis (ebook): 5,49 €



 

INHALT: 
Als Kevins' große Liebe Frank tot in seiner Wohnung aufgefunden wird, bricht für ihn die Welt zusammen. Für die Polizei ist der Fall glasklar. Frank hat Selbstmord begangen. Nur will Kevin dies keinesfalls glauben und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Franks' Tagebuch bietet dazu wichtige Hinweise, die Kevin auf die Newcomerband Sunrisers aufmerksam macht. Was geschieht hinter den Kulissen der Band und warum musste Frank wirklich sterben? Macht sich Kevin hier nur etwas vor, da er nicht wahrhaben will, dass sich sein Freund umgebracht haben soll oder steckt doch mehr dahinter?




MEINUNG: 
Ich bin sehr gut in das Geschehen herein gekommen. Direkt ab der ersten Seite ist man als Leser gefesselt und befindet sich direkt mittendrin ohne sich zunächst in das Setting "hineintasten" zu müssen. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, aber dadurch sehr flüssig zu lesen. Auch die Charaktere wirkten authentisch und waren allesamt auf ihre Art und Weise verschieden, wodurch Verwechslungsgefahren ausgeschlossen waren. Hauptsächlich begleitet man Kevin und Sebastian, den Leadsänger der Band Sunrisers durch das Geschehen. Beide sehen sich unterschiedlichen Problemen konfrontiert. Während Sebastian mit der Tatsache auszukommen versucht, dass er für sich entdeckt hat, dass er auf Männer steht, versucht Kevin akribisch das Mysterium um Franks' Tod zu lösen.
Durch die kurzen und abwechslungsreichen Kapitel wird die Handlung sehr zügig vorran getrieben. Zum einen sorgt dies für viele Spannungsmomente, andererseits überschlagen sich dadurch auch zu viele Ereignisse. Vielleicht wären hier ein paar Seiten mehr besser gewesen, um der Story mehr Raum zu geben sich zu entfalten. Zudem passieren zwischenzeitlich einige Dinge etwas zu "zufällig", wodurch diese Geschehnisse an Glaubwürdigkeit verlieren. Gepunktet hat das Buch wiederum mit seinen schönen Rückblenden, die Frank auch für den Leser überaus lebendig werden lassen, obwohl er bereits tot ist.

FAZIT: 
Ein kurzer Roman mit einem engen Spannungsbogen, dem jedoch teilweise etwas Tiefe fehlt. Nichts desto trotz konnte mich das Buch fesseln und bekommt somit eine klare Leseempfehlung von mir.



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