Freitag, 16. Oktober 2015

Patricia Strunk "Inagi (1) - Kristalladern" (Rezension)

Titel: Inagi (1) - Kristalladern
Autorin: Patricia Strunk
Gebundene Ausgabe: 396 Seiten
Verlag: Patricia Strunk
Preis (Buch): 12,83 €
Preis (ebook): 3,49 €



 

INHALT: 
Inagi - Eine sowohl rätselhafte, als auch gefährliche Insel. Von den Gohari regiert, die die Inagiri ausbeuten und zur Sklavenarbeit in den gefährlichen Kristallminen zwingen. Und diese Arbeit ist gefährlicher denn je.
Noch nie hat Ishira ihre Heimat verlassen. Dazu hat sie als Sklavin auch nicht das Recht. Als sie anfängt ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann sich die todbringenden Energien der Kristalle entladen wird sie schon bald auf eine Reise zu anderen Mienenvölkern geschickt, um dort ihre Kräfte einzusetzen. Nur sind dies noch nicht alle Probleme, denen sich die Bewohner von Inagi stellen müssen. Blitzspeiende Drachen werden zu einer bedrohlichen Gefahr und Ishira muss sich zu allem Überfluss noch entscheiden für wen ihr Herz schlägt.



MEINUNG: 
Das Buch beginnt direkt spannend und man findet sich direkt in der Zeremonie wieder, bei der ein "Freiwilliger" für die Arbeit in den Kristallminen ausgewählt wird. Obwohl man die Hauptcharaktere allesammt noch nicht richtig kennt fiebert man direkt mit und hofft, dass jemand anderes erwählt wird. Wer es letztendlich wird, möchte ich gerne offen lassen, auch wenn es recht schnell aufgelöst wird. Nur dies bildet auch erst den Anfang vieler kleiner und großer Katastrophen in der Welt von Inagi.
Durch die Energie der Kristalle laden sich auch die heimischen Drachen auf und können somit Blitze speien. Immer wieder werden die Völker von den Kreaturen der Lüfte heimgesucht. Nicht selten gibt es Tote oder schwer verletzte. Bis zu einer gewissen Stelle begleitet man lediglich Ishira durch diese Welt, die zwar mutig, aber auch sehr emotional erscheint. Bereits als Kind musste sie einiges durchmachen und wurde wegen ihrer Abstammung (Halb Gohari / Halb Inagiri) von vielen wie eine Ausstößige behandelt. Nur das an der Stelle, an der der Roman beginnt Schlimmeres noch bevorsteht. Man fragt sich wie viel sie ertragen kann ohne daran zu zerbrechen.
Zeitgleich lernt man ihren Jugendfreund Kanhiro kennen, den man auch später, wenn Ishira ihre Heimat verlassen muss, immer wieder begleiten darf.
An anderer Stelle lernt man wiederum den Drachentöter Yaren kennen, der charakterlich ganz anders als Ishira und auch Kanhiro angelegt ist. Dieser Wechsel der Perspektiven trieb mich beim Lesen vorran.
Weitere Rätsel und Erkenntnisse treten ans Licht und es bleibt die meiste Zeit über spannend. Allerdings gab es auch zwischenzeitlich einige Längen, die mich wiederum zwischenzeitlich beim Lesen ausgebremst haben. Wer sich jedoch die Mühe macht diese durchzustehen wird mit vielen spannungsgeladen Passagen überrascht. Sehr positiv anzumerken ist der Schreibstil. Obwohl dieser nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben ist fühlt man sich vor allem Ishira besonders verbunden. Auch die verschiedenen Beschreibeungen der Details und der Umgebungen erzeugen ein klares Bild vor Augen.
Man merkt jedoch auch klar, dass dies der Auftakt einer mehrteiligen Serie ist, da viele Fragen unbeantwortet bleiben. Somit ist dies kein Roman, den man als Einzelband lesen kann/sollte. Ich bin gespannt wie es weiter geht und werde auch von meinen Leseeindrücken zum zweiten Teil wieder berichten.


FAZIT: 
Eine bildhaft geschaffene Welt mit interessanten Charakteren. Eine Geschichte, die viele Fragen offen lässt und ein Spannungsbogen mit vielen Hochs und Tiefs. Von mir gibt es knappe 4 Sterne.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen