Mittwoch, 15. Juli 2015

A.G. Riddle "Das Atlantis-Gen" (Rezension)

Titel: Das Atlantis-Gen (Die Atlantis-Trilogie, Band 1)
Originaltitel: The Atlantis Gene - The Origin Mystery Book One) Autorin: A.G. Riddle
Taschenbuch: 640 Seiten
Verlag: Heyne
Preis (Buch): 9,99 €
Preis (ebook): 8,99 €




"(...) Wir greifen alles an, was anders ist, alles, was wir nicht verstehen, alles was unsere Welt oder unsere Umgebung verändern und unsere Überlebenschancen verringern könnte. Rassismus,Klassenkampf, Sexismus, Osten gegen Westen, Norden gegen Süden, Kapitalismus und Kommunismus, Demokratie und Diktatur, Islam und Christentum, Israel und Palästina, das sind alles verschiedene Gesichter desselben Krieges, des Kampfes für eine homogene menschliche Rasse und gegen alle Unterschiede. Es ist ein Krieg, den wir vor langer Zeit begonnen haben und seitdem ununterbrochen ausfechten. Ein Krieg, der sich in jedem menschlichen Geist abspielt, noch unterhalb des Unbewussten, wie ein Computerprogramm, das permanent läuft und unsere Entscheidungen beeinflusst (...)"  [S.179]

 

INHALT: 
Verschwörungstheorien, Genforschung, Experimente an Savants und Autisten, Terrorismus... und stets die Frage nach der wahren Evolutionsgeschichte und warum die Menschheit sich an die Spitze der Evolution gekämpft hat stehen im Fokus. Nicht nur der Großkonzern Immari ist interessiert an dem mysteriösen Atlantis-Gen, das womöglich dazu in der Lage wäre eine neue Gattung Mensch zu kreieren. Im Untergrund tobt bereits ein Krieg, dessen Ausmaße nur die wenigsten zu entschlüsseln vermögen. Was wird es für die Zukunft bedeuten, wenn das Atlantis-Gen entdeckt wird und diese Information in die falschen Hände gelangt?

MEINUNG: 
A.G. Riddle hat hier zahlreiche Themen miteinander verknüpft. Um alle seine Theorien unter den Hut zu bringen, hat er sich daher für einen sehr raschen Szenenwechsel entschieden. Kaum ein Kapitel ist länger als zwei Seiten lang und schon befindet man sich wieder an einem anderen Ort. Einige Handlungen werden konsequent fortgeführt, andere unterbrochen oder nur kurz erwähnt. Dadurch hatte ich mehr das Gefühl durch einen Actionfilm zu rasen, statt einen Roman zu lesen. Ständig passiert etwas Neues, aber wird man mit den vielen Einzelheiten so sehr überlagert, sodass ich nicht wirklich in dieser Geschichte versinken konnte. Man springt zu sehr in der Geschichte umher, als das man auch nur Zeit bekäme die Charaktere richtig kennen zu lernen oder sich in irgendwelche Details zu vertiefen. Zur Mitte hin wird es kurze Zeit etwas ruhiger, aber auch nicht wirklich vielversprechender. Dennoch wird hier zumindest ein wenig deutlicher, wie die Handlungen miteinandner vernetzt sind und auch die Beweggründe einiger Charaktere wird einem näher gebracht. Bis dahin war mir schleierhaft was genau und warum das alles geschah. Viele Themen, die angeschnitten worden sind fand ich interessant, aber da wie gesagt nichts davon wirklich weiter vertieft worden ist, habe ich mich bis zum Schluss doch eher durchgequält.

FAZIT: 
Rasantes Tempo, viele Charaktere und rascher Szenenwechsel erinnern an einen Actionfilm ohne Tiefgang. Die Charaktere wirken nicht greifbar und auch die Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Es ist wirklich schade, da ich doch hin und wieder Potenzial entdeckt habe. Mehr als 2 Sterne sind allerdings nicht drin und ich werde die nächsten Teile nicht lesen.

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ja, das Buch ist sehr action-lastig und der Autor hat sich weniger auf den Ausbau der Charaktere konzentriert. Auch die vielen Themensprünge können mitunter kompliziert sein. Aber letztendlich, wenn man sich darauf einlässt, dass es nur eine Art Action-Reißer ist, geht der 1. Band sogar. Band 2 habe ich mir auch noch angetan, aber danach habe ich nun wirklich aufgegeben. Es wird immer oberflächlicher.

    Liebe Grüße
    Steffi

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