Montag, 23. März 2015

Susan Crandall "Pitch Black: Ohne Ausweg" (Rezension)

Titel: Pitch Black - Ohne Ausweg
Autorin: Susan Crandall
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Preis: ca.8,99€






Das Buch handelt von der Journalistin Madison, die von Philadelphia in eine Kleinstadt zieht, um ihrem Adoptivsohn Ethan ein neues, besseres Leben zu ermöglichen. Ethan, der ohnehin durch seine turbulente Vergangenheit eine Schutzmauer um sich herum aufgebaut hat, wird nun obendrein zu einem der Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Sheriff Gabe beginnt zu ermitteln und hat obendrein ein Auge auf Madison geworfen, die seine Avancen zunächst umgeht.

Der Klappentext besagt, dass Ethan vor dem Umzug auf die schiefe Bahn geraten sei. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Er war gezwungen zwei Jahre auf der Straße zu leben. Die genauen Gründe möchte ich an dieser Stelle für alle potenziellen Leser jedoch lieber vorenthalten. Somit ist Ethan an sich kein Junge, der sich in der Vergangenheit in kriminelle Machenschaften verwickelt hat, sondern jemand dem das Schicksal ziemlich übel mitgespielt hat. Ich finde dies ist ein definitiver Unterschied.

Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil und die Dialoge versprühen Charme, Witz und an der richtigen Stelle auch Melancholie. Mal verfolgt man Ethan auf seinem Weg durch die Anschuldigungen. Mal erfährt man mehr über Gabe Wyatt und seine Ermittlungen und dann wiederum wird detailliert auf Madison eingegangen, die versucht trotz der schweren Anschuldigungen gegenüber ihren Sohn einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ich möchte das Ende natürlich nicht vorweg nehmen. Allerdings empfand ich es als schade, dass es ziemlich vorhersehbar war, wie alles endet und wer der Täter ist. Die Charaktere wirken teilweise gut ausgearbeitet. Allerdings schafft es Sheriff Gabe Wyatt nicht seinen Beruf glaubhaft zu präsentieren. Er übersieht einfach ein paar offensichtliche Dinge, die mich als Leser schon zu Beginn stutzig gemacht hatten. Irgendwie bleibt er bei seinen Ermittlungen auf der Stelle stehen, ohne ein wenig um die Ecke zu denken. Wäre er am Anfang seiner Karriere hätte man dies als charmante Anfängerfehler abtun können. Es wird jedoch erwähnt, dass er dieser Tätigkeit bereits seit über 10 Jahren nachgeht.

Eine Menge Potenzial war da und ich habe einige Charaktere wirklich lieb gewonnen und ins Herz geschlossen. Allerdings war die Kriminalgeschichte an einigen Ecken zu schwach ausgearbeitet. Dennoch kann ich das Buch getrost weiter empfehlen. Wer allerdings einen blutigen Thriller erwartet, sollte hier eher nicht zugreifen. Somit ist "Pitch Black - Ohne Ausweg" doch eher ein Drama mit ein paar Crime- und Romance-Elementen.

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