Montag, 23. März 2015

Richelle Mead "Bloodlines: Silberschatten" (Rezension)

Titel: Bloodlines 5 - Silberschatten
Originaltitel: Silver Shadows
Autorin: Richelle Mead
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
Preis: ca.12,99€

 

 

INHALT:

Der fünfte Teil der Bloodlines-Reihe knüpft genau an den Vorgänger an. Daher werde ich jetzt auch keine weiteren Punkte zum Inhalt zusammenfassen. Diejenigen, die sich Rezensionen zu einem fünften Teil einer Reihe durchlesen wissen in der Regel ja auch worum es geht und kennen bereits die Vorgänger ;)

MEINUNG:

Wie auch der Vorgänger wechselt Richelle Mead hier von Kapitel zu Kapitel zwischen Adrians' und Sydneys' Sicht. Bereits im vierten Band gefiel es mir auch aus der Perspektive von Adrian zu lesen und somit fand ich diesen Wechsel auch hier gelungen. Oft gab es genau dann einen Perspektivenwechsel, wenn es gerade spannend oder interessant wurde, was einen letztlich noch mehr ans Buch gefesselt hat. Somit war ich mit dem Roman an zwei Tagen durch und fragte mich anschließend, warum es denn nicht noch mehr Seiten habe. Ich wollte einfach nicht aufhören zu lesen und freue mich daher umso mehr auf den sechsten Band.

Die Umerziehung, die Sydney bei den Alchemisten wiederfährt wird verstörend beschrieben. Sydney wird nicht nur psychisch, sondern auch physisch an ihre Grenzen getrieben. Dass die Alchimisten wohl nicht zimperlich in ihren Umerziehungs-Zentren vorgehen wurde bereits spätestens klar, als man in den vorherigen Bänden erleben durfte wie Keith sich verändert hat. Dennoch war es sehr spannend und auch nervenaufreibend zu lesen wie die Alchemisten genau vorgehen. Man tappt wie Sydney die meiste Zeit im Dunkeln, weiß nie genau welchen Strafen oder Aufgaben sich demnächst gestellt werden muss und hofft und bangt einfach nur, dass sie es nicht schaffen Sydney zu brechen. Unterdessen hat auch Adrian mit dem Verlust seiner Freundin zu kämpfen und beginnt immer mehr daran zu zweifeln, dass er sie noch rechtzeitig finden und befreien kann. In anderen Kurzmeinungen habe ich heraus gelesen, dass viele Adrian in diesem Teil sehr nervig fanden. Ich kann im gewissen Maß nachvollziehen warum. Dennoch finde ich es gleichzeitig auch gut, dass die Autorin sich bei ihren Charakteren auch traut ihnen Schwächen aufzubürden. In diesem Band versinkt Adrian wieder ziemlich im Selbstmitleid und betäubt sich und seine Sinne mit Alkohol. Er fängt sich jedoch auch wieder, erliegt erneut der Versuchung einfach aufzugeben und und... Adrian ist kein einfacher Charakter, aber genau deswegen mag ich ihn. Man kann bei ihm eben nie genau abschätzen, was als nächstes kommt. Er ist manchen einfachen Dingen im Leben nicht gewachsen, überrascht dann jedoch auf ganz anderer Seite in viel komplizierteren Situationen. Insgesamt bewundere ich es immer wieder welche Vielfalt an Charakteren Richelle Mead immerzu erschafft. Genauso liebe ich, dass sie auf Schwarz-Weiß-Malerei größtenteils verzichtet und man in jedem Menschen oder Wesen Ecken und Kanten findet. Zudem muss ich nach wie vor die Ausarbeitung der Liebesgeschichte zwischen Sydney und Adrian loben. Eigentlich könnten sie beide kaum unterschiedlicher sein, aber genau deswegen ergänzen sie sich perfekt. Hier stimmt die Harmonie einfach. Selbst wenn sie untereinander Liebesschwüre aussprechen oder denken, empfinde ich diese nicht als kitschig, sondern authentisch, glaubhaft und gefühlvoll. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch anmerken, dass einige Geschnisse etwas zu schnell abgehandelt wurden. Etwas mehr Weile, statt Eile hätte der einen oder anderen Situation sicher gut getan.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch dieser Teil ist trotz minimaler Abstriche wieder absolut lesenswert! Von mir gibt es knappe 5 Sterne.

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