Montag, 23. März 2015

Marie Lu "Legend: Berstende Sterne" (Rezension)

Titel: Legend 3 - Berstende Sterne
Originaltitel: Champion
Autorin: Marie Lu
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Loewe
Preis: ca.17,95€






Im dritten Teil von Marie Lus' Legend-Trilogie geht es spannend weiter und es kommt wie auch in den vorherigen Teilen nur selten Langeweile auf. Die Fragen, die gegen Ende zweiten Teils aufgeworfen wurden, werden gelöst. Allerdings wird hierbei meiner Meinung nach ein wenig Potential verschenkt. Auch bleiben bis auf Day und June einige Charaktere leider etwas eindimensional.

Dies hört sich allerdings negativer an, als es eigentlich gemeint ist. Ich bin wirklich ein großer Fan dieser Reihe und empfinde auch den Abschluss als würdig. Allerdings kommt es bei mir nicht selten vor, dass ich noch irgendwelche Dinge finde, die mir nicht ganz passend gewählt erscheinen. Hier wäre es z.B. das Ende, in dem gut 10 Jahre auf ein paar Seiten zusammengefasst werden. Dies wäre nicht einmal ein Problem, wenn die Lösung am Ende vollkommen plausibel klingen würde. Dazu möchte ich nun aber an dieser Stelle nicht viel sagen und in einem Spoiler näher drauf eingehen.

SPOILER [nicht lesen, wenn ihr das Ende noch nicht erfahren wollt]
Zum Ende des Buches entschärft sich der Krieg zwischen den Kolonien und der Republik. Auch die Seuche scheinen sie im Griff gekommen zu haben. Eden wurde wieder vollkommen gesund und kann wieder sehen (was mich sehr gefreut hat). Anden wird seiner Aufgabe als Elektor doch ganz gut gerecht und kommt schließlich doch mit June zusammen. Day führt sein Leben ohne June weiter, da er sich nach einer schwierigen Operation an die letzten paar Jahre nicht mehr erinnern kann.
Da setzt jedoch auch schon der Logikfehler ein. Day ist am Ende genau wie June an die 27 Jahre alt, hat June vergessen, aber augenscheinlich auch nie etwas von ihr durch andere erfahren. Dies klingt für mich ziemlich unwahrscheinlich, da die Namen Day und June damals in aller Munde waren. Auch verstehe ich nicht, dass der Kontakt zwischen Tess und Day nahezu komplett in die Brüche gegangen ist. Immerhin waren sie wie Bruder und Schwester füreinander. Auch wird nicht mehr viel auf die politische Lage 10 Jahre später eingegangen. Es wird nur erwähnt, dass alles um einiges besser sei. Dies scheint gut möglich. Allerdings empfinde ich es am Ende alles etwas zu flott erzählt. Auch bleibt mir Anden als Charakter zu platt. Immer wieder geht die Autorin aus der Sicht von June darauf ein, dass er eine unberechenbare Seite in sich zu haben scheint. Allerdings wird darauf nicht wirklich weiter eingegangen. Dadurch habe ich ein wenig Probleme den Chara Anden für mich richtig einzuordnen. Es fehlten mir dort einfach ein wenig Ecken und Kanten.
SPOILER ENDE

FAZIT
Trotz einiger Ungereimtheiten ist es ein durchaus spannendes Buch, das mit dem ersten und zweiten Band gut mithalten kann. Jeder der Dystopien mag, sollte sich Legend nicht entgehen lassen.

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